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Nach mehreren Jahren des Zusammenspiels legte der Gitarrist Amir Nasr seine Gitarre zur Seite und entschied sich stattdessen für eine Bariton Gitarre, die in einem wesentlich tieferen Register anspricht. Als nun auch Joël Mozes van de Pol sein Altsaxophon gegen ein Tenorsaxophon novellierte, entfaltete sich ein neuer, magischer Sound.
Inspiriert und angesteckt von ihrem neuen Timbre, begannen sie ein Repertoire aus eigenen Kompositionen zu erschaffen. Unter ihrem Thema "Fragments Of Life" verarbeiten nun beide Musiker ihren Weg mit und zur Musik und transportieren ihre Zuhörer für den Moment eines Konzertes in eine ferne melancholische Traumwelt.
Geprägt wird ihre Musik durch den Einfluss ihrer Herkunft und ihre Reisen durch die Welt; orientalische Klänge mischen sich mit westlichen Einflüssen aus der Klassik und dem Jazz.
Amir Nasr und Joël Mozes van de Pol konnten in der Christuskirche in Emmerich mit ungewöhnlichen Klängen überzeugen. Das zahlreich erschienene Publikum erwärmte sich zunehmend und stiftete reichlich Applaus.
Zu Gast waren zwei Instrumentalisten, die sich 2005 auf dem Konservatorium in Arnheim kennengelernt hatten: Amir Nasr (Baritongitarre) und Joël Mozes van de Pol (Tenorsaxofon). Amir Nasr tauschte nach einigen Jahren des Zusammenspiels seine normale Gitarre gegen eine Baritongitarre (diese ist eine Quint tiefer gestimmt). Auch sein Partner Joël spielte nun nicht mehr auf dem Altsaxofon, sondern auf dem größeren Tenorsaxofon. So entstand ein neuer Sound, den beide intensiv weiter entwickelten.
Warme Klänge
In der Christuskirche stellten die beiden Musiker einen Teil ihres Repertoires vor. Jazz, Blues und orientalische Klänge mischten sich hier (Amir Nasr stammt aus dem Iran und die Heimat von Joël van de Pols ist Indonesien). Die beiden Solisten nannten ihr Event "Fragments of life". Es waren tatsächlich Fragmente, die aus der gemeinsamen Zusammenarbeit stammten, aber sicher auch momentanen Eingebungen folgten.
Bei den ersten Titeln war es für die Zuhörer schwer, in die Traumwelt der Spieler einzutauchen, denn Namen für die Stücke waren nicht angegeben. Hier mischten sich kurze Motive mit dem typisch jazzigen Klang des "röhrenden" Saxofons. Bei den nächsten Beiträgen übernahmen abwechselnd Saxofon oder Gitarre das Thema und der Partner wiederholte es oder variierte. Das Publikum stellte sich bald auf die gefälligen Themen ein und sparte nicht mit herzlichem Beifall. Der warme Klang der Bassgitarre und das sehr gut abgestimmte Zusammenspiel beeindruckte zusehens. In manchen Stücken zeigte Joël van de Pol seine Kompetenz auf dem Tenorsaxofon, z. B. in einem Solo im achten Beitrag. Auch Amir Nasr bewies in mehreren Vorspielen sein Können.
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